Kirchliche Massnahmen zum Corona-Virus

Wie sich Kirchen vor der Ausbreitung des Virus schützen

Kirche ist ein Ort der Begegnung und ein vielseitiger Arbeitgeber. Als solche ist die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz EKS aufgefordert in geschwisterlicher Verbundenheit verantwortungsvoll und besonnen mit dem Krankheitsrisiko des Corona-Virus (Covid-19) umzugehen. Die Kirchen reden und handeln gerade in kritischen Situationen in der Gewissheit: «Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.» (2Tim 1,7).

Aktuelle Situation

Die WHO hat die Ausbreitung des Corona-Virus (Covid-19) als Pandemie eingestuft. Inzwischen haben sich auch in der Schweiz zahlreiche Menschen mit dem Virus infiziert, erste Todesfälle liegen vor. Die Kirchen beten für die weltweiten Opfer des Corona-Virus und für die, die um ihr eigenes und die Leben ihrer Angehörigen bangen.

Eine erhöhte Infektionsgefahr besteht überall dort, wo Menschen aufeinandertreffen. Deshalb hat der Bundesrat verschärfte Massnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus beschlossen. Das betrifft auch die Kirchen.

Aktuelle Anordnung des Bundesrates vom 16. März 2020

Verantwortungsvolle Kirche

Wenn von den staatlichen Gesundheitsbehörden nicht anders beschlossen, treffen die Kirchgemeinden (Kirchgemeinderat/ Kirchenpflege) selbst die nötigen Massnahmen. Dabei gilt:

  • Alle kirchlichen Aktivitäten sind daraufhin zu prüfen, ob von ihnen eine Gesundheitsgefährdung ausgehen könnte. Dies geschieht im engen Austausch mit den Gesundheitsbehörden. Die Kommunikation ist durch eine dafür bestimmte Kontaktperson gewährleistet.
  • Alle Entscheidungen über kirchliche Veranstaltungen folgen dem Grundsatz: Gesundheitsschutz hat Vorrang.
  • Einschränkungen des kirchlichen Lebens sind besonders im Blick auf vulnerable Gruppen (Kleinkinder, alte, kranke Menschen und Schwangere) zu prüfen.
  • Sicherstellung der erhöhten Hygienemassnahmen: regelmässige Desinfektion von Türklinken. Bereitstellung von Desinfektionsmitteln (frühzeitige Organisation der Beschaffung der benötigten Mittel), Anbringen von Anschlägen mit Verhaltensregeln.
  • Bei Vorliegen von bestätigten Corona-Fällen in der Gemeinde werden Kasualien und kirchliche Feiern (Taufe, Trauung, Konfirmation) ausgesetzt. Für die Feier des Abendmahls und Beerdigungen müssen in enger Absprache mit den Behörden besondere Schutzmassnahmen beachtet werden. Die Kantonalkirche ist unverzüglich zu informieren.
  • Ob in diesem Fall weiterhin Gottesdienste stattfinden können, ist mit den zuständigen Gesundheitsbehörden abzuklären.
  • Sollten das BAG oder die kantonalen Gesundheitsbehörden Beschränkungen für Betriebe, Arbeitsstellen und öffentliche Institutionen festlegen, sind diese unverzüglich für die Kirchgemeinden und kirchlichen Behörden zu übernehmen.

Kirche bei den Menschen

Die Kirchen suchen nach Wegen, um ihren Verkündigungs- und seelsorgerlichen Auftrag verantwortungsvoll wahrzunehmen.

  • Die Gestaltung des Gottesdienstes gewährleistet den Gesundheitsschutz der Teilnehmenden (Verzicht auf Begrüssungsrituale, kein Körperkontakt, Ausnutzen des gesamten Kirchenraumes und Desinfektion von Türklinken.
  • Angebote alternativer Gottesdienstformen (Internet, Podcasts, Fernseh-/Radiogottesdienste oder Andachten)
  • Einrichtung einer Seelsorgehotline für besorgte und erkrankte Gemeindemitglieder
  • Schutzmassnahmen für die Seelsorgenden (auf Grundlage der behördlichen Vorgaben), um den seelsorgerlichen und diakonischen Auftrag der Kirche zu gewährleisten
  • Kantonalkirchliche Koordination der Seelsorge für besonders betroffene Gemeinden

Alle tragen füreinander Sorge

Regelmässige Information über die Gefährdungssituation bei den zuständigen Gesundheitsbehörden (Kantone sowie Bundesamt für Gesundheit). Für Kirchgemeinden und Institutionen sollte eine Person mit dieser Aufgabe betraut werden.

Aktuelle Informationen des Bundesamts für Gesundheit

Umsetzung hygienischer Präventionsmassnahmen, die zur Verlangsamung der Verbreitung des Krankheitserregers beitragen:

  • Regelmässiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife
  • Händedesinfektion mit Desinfektionsmitteln
  • Nach Husten, Niesen, Schnäuzen Hände waschen
  • Wenn möglich in ein Papiertaschentuch oder allenfalls in die Armbeuge husten oder niesen; Verwendung von Einweg-Taschentüchern, die nach Gebrauch in einem geschlossenen Abfalleimer entsorgt werden
  • Vermeiden Sie Händeschüttlen.

Beim Auftreten von den beschriebenen Krankheitssymptomen (Fieber, Husten und Atembeschwerden) gilt für alle Mitarbeitenden, Freiwilligen, Kirchenbesucherinnen und -besucher:

  • Nur nach telefonischer Anmeldung in Arztpraxis oder Notfallstation.
  • Bleiben Sie zu Hause, um eine Übertragung zu verhindern.
  • Informieren Sie Ihre Arbeitsstelle.
  • Informieren Sie die Kirchgemeinde, die Sie in den letzten zwei Wochen vor Auftreten der Symptome besucht haben

Empfehlungen des Rates der EKS

Schutzmassnahmen, Corona Virus

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Kontakt

Hella Hoppe, Geschäftsleiterin